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WiSe 2013/1014

Die Energiewende in Deutschland


Thematik

Als Reaktion auf die Reaktorkatastrophe in Fukushima im März 2011 beschloss die deutsche Bundesregierung, aus der Atomenergie auszusteigen und die Energiewende hin zu mehr erneuerbaren Energien zu forcieren. Das im September 2010 verabschiedete „Energiekonzept“ wurde im Juni 2011, mit breiter Zustimmung im Bundestag, durch ein „Energiepaket“ ergänzt.

Mit der Energiewende verfolgt die Bundesregierung eine Vielzahl von politischen Unterzielen. Neben dem Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022 und dem Ausbau der erneuerbaren Energien auf 80% der Stromerzeugung bis 2050 soll der Energieverbrauch um 50% reduziert, die energetische Sanierungsrate verdoppelt und die Einführung der Elektromobilität gefördert werden. Diese Zielsetzungen sollen durch diverse Maßnahmen und Instrumente erreicht werden. Zwei Jahre nach Verabschiedung des Energiepakts zeigen die Diskussionen jedoch, dass viele Fragen offen geblieben sind und einige Maßnahmen zu unerwünschten Folgen führen. Die Strompreise sind stark angestiegen, die Sorge vor Stromausfällen wächst und ob und wie Energieeinsparziele erreicht werden können, ist unklar.

In der tagesaktuellen Debatte fehlt es oft an Zeit, die Folgen alternativer politischer Entscheidungen in ihrem gesamten Ausmaß zu prüfen. In der Ringvorlesung an der Universität zu Köln soll diese Zeit zur Verfügung stehen. Es soll aufgezeigt werden, wie die Energiewende in den vergangenen zwei Jahren angelaufen ist und welche Schritte zukünftig zu erwarten sind. Dazu werden ausgewählte Themenbereiche genauer betrachtet und mögliche Gestaltungsoptionen näher analysiert. Eine Betrachtung der Auswirkungen der deutschen Energiewende im internationalen Kontext wird die Ringvorlesung abrunden.

Programm

  • 14.10.2013 Energiewende und Klimapolitik / Prof. Dr. Ockenfels | Staatswissenschaftliches Seminar, Köln
  • 21.10.2013 Herausforderungen der internationalen und europäischen Klimapolitik / Prof. Dr. Edenhofer | PIK, Potsdam
  • 04.11.2013 Die Förderung von erneuerbaren Energien / Prof. Dr. Haucap | DICE, Düsseldorf
  • 11.11.2013 Wirtschaftliches Wachstum und ökologische Nachhaltigkeit: Besteht ein Zielkonflikt? / Prof. Dr. Pittel | ifo, München
  • 18.11.2013 Herausforderungen beim Ausbau des deutschen Stromnetzes / Prof. Dr. Rehtanz | TU Dortmund
  • 25.11.2013 Die Regulierung des Stromnetzes / Prof. Dr. Höffler | ewi, Köln
  • 02.12.2013 Benötigt der liberalisierte Strommarkt Kapazitätsmechanismen? / Prof. Wambach, Ph. D. | iwp, Köln
  • 09.12.2013 Sonderveranstaltung: Präsentation des Jahresgutachten des Sachverständigenrats / Prof. Dr. Schmidt | RWI, Essen
  • 16.12.2013 Verkehrssektor: Zukunftsperspektiven der Elektromobilität / Prof. Dr. Dudenhöffer | Universität Duisburg-Essen
  • 13.01.2014 Die Bedeutung der Energieeffizienz im Rahmen der Energiewende / Prof. Dr. Schleich | Fraunhofer ISI
  • 20.01.2014 Sonderveranstaltung: 7. Kölner wirtschaftspolitischer Dialog: Einbettung der deutschen Energiewende in die europäische Energieund Klimapolitik Günther Oettinger | Kommissar für Energie, Europäische Kommission / Prof. Dr. Bettzüge | ewi, Köln
  • 27.01.2014 Einbettung der deutschen Energiewende in die globalen Märkte und internationalen Wirtschaftsbeziehungen / Prof. Dr. Löschel | ZEW Mannheim
  • 03.02.2014 Zusammenfassung und Ausblick / Prof. Dr. Höffler | ewi, Köln und Prof. Wambach, Ph. D. | iwp, Köln

 

Adressaten

Die Ringvorlesung richtet sich an die Mitglieder aller Fakultäten der Universität zu Köln, Gasthörer/-innen, Lehrer/-innen und Schüler/-innen sowie die interessierte Öffentlichkeit. Bachelor-Studierende aller Fakultäten haben die Möglichkeit, sich die Ringvorlesung im Studium Integrale mit 6 Leistungspunkten anrechnen zu lassen. Eine regelmäßige Teilnahme kann durch ein Zertifikat bestätigt werden (bitte melden Sie sich dazu vorab per E-Mail bei Rebekka Rehm).

Studium Integrale

Voraussetzung für den Erhalt von Leistungspnkten ist eine verbindliche Anmeldung (siehe unten) und die erfolgreiche Teilnahme an wöchentlichen kurzen Online-Tests, die nach jeder Vorlesung für fünf Tage über Ilias absolviert werden können. Um den Kurs zu bestehen, müssen mindestens 10 von voraussichtlich 12 Online-Tests absolviert werden. Dabei müssen mindestens 7 Tests bestanden sein und 50 Prozent der Gesamtmenge der Fragen aller Tests richtig beantwortet sein. Die Fragen der einzelnen Tests beziehen sich ausschließlich auf die Vorlesung der betreffenden Woche und ihre Beantwortung dauert unser Einschätzung nach etwa 5-10 Minuten.

Anmeldung

Studierende, die die Veranstaltung im Rahmen des "Studium Integrale" besuchen wollen, konnten sich bis zum 09. Oktober über das Online-Formular anmelden. Außerdem ist eine Anmeldung bei Klips 2 zur späteren Leistungsverbuchung notwendig. Der Erwerb von Credit-Points ist nur für maximal 90 Studierende möglich. Die Plätze werden nach Reihenfolge der eingegangenen Anmeldungen vergeben.

Organisatorische Leitung

Die Ringvorlesung wird organisiert vom Institut für Wirtschaftspolitik (iwp) an der Universität zu Köln. Das iwp wurde 1950 als unabhängiges wirtschaftswissenschaftliches Forschungsinstitut von Prof. Dr. Dr. h.c. Alfred Müller-Armack, dem geistigen Vater der Sozialen Marktwirtschaft, und Dr. h.c. Franz Greiß gegründet. Die vorrangige Aufgabe des Instituts liegt in der Untersuchung aktueller grundlegender Probleme im Bereich der Wirtschaftspolitik. Das besondere Augenmerk gilt dabei ordnungspolitischen Fragestellungen und den für eine funktionsfähige Soziale Marktwirtschaft erforderlichen institutionellen Rahmenbedingungen. Ein gemeinnütziger Fördererkreis unterstützt die Arbeit des Instituts. 

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Achim Wambach, Ph. D.
Dr. Steffen J. Roth

Förderung

Die Ringvorlesung wird gefördert im Rahmen der Förderinitiative „Dialog Junge Wissenschaft und Praxis“ der Hanns Martin Schleyer-Stiftung.

  

 


 

Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln
Pohligstraße 1, 50969 Köln, Tel.: +49 (0)221 470-5347, E-Mail: iwp(at)wiso.uni-koeln.de