• Krankenversicherung/ Pflegeversicherung

Individualisierung und Übertragung von Altersrückstellungen in der privaten Krankenversicherung

bearbeitet von Johann Eekhoff, Vera Bünnagel, Susanna Kochskämper, Kai Menzel und Anne Zimmermann

Bei den Überlegungen zur Reform der privaten Krankenversicherung (PKV) im Rahmen der seitens der Großen Koalition angestrebten Gesundheitsreform stehen die Schaffung von mehr Wettbewerb und besseren Wechselmöglichkeiten für Versicherte im Vordergrund. In diesem Zusammenhang spielt die Frage eine zentrale Rolle, ob und wie Altersrückstellungen, die in der PKV gebildet wurden, übertragen werden können, wenn ein Versicherter die Versicherung wechselt. In dem Projekt wird herausgearbeitet, dass Altersrückstellungen entgegen der bislang überwiegend vertretenen Auffassung individualisierbar und übertragbar sind. Zugleich werden die schädlichen Folgen einer Übertragung durchschnittlicher Altersrückstellungen erläutert.
Die Übertragung individualisierter, am Gesundheitsrisiko des Wechslers orientierter Altersrückstellungen schafft Wechselmöglichkeiten für Bestandskunden und dadurch Wettbewerb zwischen den Versicherungsunternehmen. Versicherte können unabhängig von ihrem Risiko wechseln, ohne dass sich die Situation einer Versicherung dadurch verschlechtert und die verbleibenden Versicherten mit höheren Prämien belastet werden oder sogar ihren Versicherungsschutz verlieren, weil die Versicherung zahlungsunfähig wird. So wird ein entscheidender Schritt getan, die private Krankenversicherung effizienter zu gestalten.

Hierzu sind folgende Publikationen erschienen: