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Termine

13.02.2017, 9.30 Uhr in Hörsaal III der Physikalischen Institute, Zülpicher Straße 77

Für Kinder von 8-12 Jahren und ihre Begleiter

Kinderuni

Fast alle Menschen glauben sich zur Funktionsweise der Wirtschaft, zu ökonomischen Wirkungsketten und zu wirtschaftspolitischen Optionen äußern zu können und präsentieren dabei ihre Ansichten mit starker Inbrunst. Dabei bedienen sich große Teile der Disputanten liebevoll gepflegter Vorurteile, ohne deren Herkunft und Gültigkeit in Frage zu stellen. Wo die Gesprächspartner den eigenen Argumenten widersprechen beobachtet man häufig, dass die Debatte entweder polemisch abgleitet oder friedlich im Dissens beigelegt wird. Beides legt die Vermutung nahe, dass die Beteiligten der Ansicht sind, es handele sich weniger um Sach- als um Geschmacks- oder Glaubensfragen. Entsprechend wird seit Jahren und Jahrzehnten das äußerst schwache Faktenwissen und Verständnis der Bevölkerung in ökonomischen Fragen bemängelt und beklagt, dass Schüler in den allgemeinbildenden Schulen nur sehr beiläufig überhaupt mit dem Themenbereich „Wirtschaft“ befasst sind. Und dort, wo Ökonomik unterrichtet wird, wird häufig langweilig rein deskriptiv statistisch vorgegangen.

Das Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln engagiert sich seit dem Wintersemester 2011/2012 mit Workshops und Vorlesungen in der Kölner Kinderuniversität. Dabei zeigt sich, dass einige der wichtigsten Erkenntnisse der Ökonomen durchaus in einer Art und Weise aufgegriffen werden können, die Schüler im Alter zwischen acht und zwölf Jahren nachvollziehen können. Und was junge Feldforscher in spielerischen Experimenten erleben, bei Beobachtungen und Befragungen herausfinden und zum Teil selbständig formulieren können, bewegt manchmal auch ihre Eltern dazu, ihre emotional verwurzelten Ansichten einer vorsichtigen Prüfung zu unterziehen. Vor allem aber macht es allen Beteiligten großen Spaß.

Im Wintersemester 2011/2012 präsentierten die Feldforscher der dritten Klassen der Brüder-Grimm-Gemeinschaftsgrundschule Hürth Gleuel zusammen mit Dr. Steffen J. Roth in einer Vorlesung ihre Erkenntnisse zum Thema „Warum uns Tauschen glücklich macht“, die sie in den sechs Wochen vorher erarbeitet hatten.

Im Wintersemester 2012/2013 präsentierte dieselbe Feldforscher-Gruppe (nun Viertklässler) in der Kinderuni-Vorlesung die Ergebnisse ihrer erneut sechswöchigen Beschäftigung mit dem Themenbereich „Der Wettbewerb als Entdeckungsverfahren: Wer soll was machen?“

Die Anfang April 2014 im Rahmen der Kölner Kinderuniversität von Dr. Steffen J. Roth alleine veranstaltete Vorlesung für Schüler zwischen acht und zwölf Jahren sowie deren Begleiter stand unter dem Motto: „Nach der Vertreibung aus dem Paradies“.

Anfang April 2015 hielt Dr. Steffen J. Roth eine Vorlesung für Schüler zwischen acht und zwölf Jahren sowie deren Begleiter mit dem Titel: „Wir leben nicht mehr im Paradies - aber Tausch und Wettbewerb können uns helfen“.

Im Februar und März 2016 hielt Dr. Steffen J. Roth Vorlesungen für Schüler derselben Altersgruppen sowie deren Begleiter unter dem Titel: „Tausch und Wettbewerb statt Schlaraffenland. Kopfexperimente der Wirtschaftswissenschaften“.

Im Februar 2017 hielt Dr. Steffen J. Roth eine Vorlesung vor etwa 300 Schülern zur Frage „Warum müssen meine Eltern Steuern zahlen?“. Nähere Infos zum Programm sowie einige Fotos finden Sie rechts zum Download.

 

 

 

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