WiSe 2026/27
Die Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft: Wohlstand, Wettbewerb, soziale Absicherung
Montags 17:45 - 19:15 Uhr, HS C
Thematik
Rund ein Drittel der deutschen Wirtschaftsleistung fließt heute in soziale Leistungen – zum Teil wird das als Ausdruck jenes Versprechens von „Wohlstand für alle" verstanden, das die Soziale Marktwirtschaft seit 75 Jahren prägt. Doch dieses Modell, das Deutschland Wachstum, sozialen Ausgleich und politische Stabilität zugleich brachte, steht unter Druck wie selten zuvor. Der demografische Wandel belastet die sozialen Sicherungssysteme, der digitale Wandel und der Aufstieg der Künstlichen Intelligenz fordern die Wettbewerbsordnung heraus, und im internationalen Systemwettbewerb muss sich die Soziale Marktwirtschaft weiterhin gegen strikt marktwirtschaftliche Modelle und gegen staatskapitalistische Alternativen behaupten.
Die Frage nach ihrer Zukunftsfestigkeit drängt deshalb gerade jetzt. An der Anpassungsfähigkeit der Wirtschaftsordnung entscheidet sich, ob das Wohlstandsversprechen auch für kommende Generationen trägt.
Dieser Frage geht die diesjährige Ringvorlesung aus verschiedenen Perspektiven nach – vom Fundament der Ordnung um Eucken, Erhard und Müller-Armack bis zu den Bewährungsproben der Gegenwart. Renommierte Referentinnen und Referenten fragen, ob Europa eine neue Wettbewerbsordnung für die Künstliche Intelligenz braucht, wer den Arbeitsmarkt zwischen Verdienstschwellen, Kündigungsschutz und Lohnsubventionen ordnet und wer über die Unabhängigkeit der Notenbank wacht. Ebenso geht es um die Nachhaltigkeit von Rente und Gesundheitssystem, um Fragen von Gerechtigkeit und Teilhabe und um die Reform einer ausufernden Bürokratie. Am Ende der Reihe steht eine kritische Bilanz.
Wir freuen uns auf anregende Vorträge und Diskussionen!
Programm und weitere Informationen folgen
Die Ringvorlesung wird in der Reihe Universitäts-Seminare „Dialog Wissenschaft und Praxis“ im Rahmen der „Universitas-Förder-Initiative“ von der Hanns Martin Schleyer-Stiftung gefördert.
Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln
Pohligstraße 1, 50969 Köln, Tel.: +49 (0)221 470-5347, E-Mail: iwp(at)wiso.uni-koeln.de
Direktoren:
Prof. Michael Krause, Ph.D.
Prof. Dr. Steffen J. Roth